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„Großes Zimmer“, 2021
Papier, Aquarell, 40 x 50 cm
Das ist dasselbe große Zimmer mit der Herrgottseck wie hier, nur von der anderen Seite. Genau in diesem Bett habe ich geschlafen. Es war mir immer ein Rätsel, wie die Federn darin so einen Hügel bilden konnten. Ja, ich habe darin geschlafen, aber mich hat trotzdem brennend interessiert, wie sie der Schwerkraft trotzen. Es schlief sich bequem. Das Quietschen störte nicht. Und eigentlich war das Prinzip der Federn klar. Aber es sieht eben aus wie im Cartoon )) Und genau so habe ich es gemalt. Absolut primitiv und eindeutig. Und es spielt keine Rolle, welches Muster der Teppich hatte. Ich erinnere mich nicht daran; ich erinnere mich nur an dieses Bett, das sich wie zur Parade herausgeputzt wölbt.
Und die Luft... Sie liegt in den gelben Reflexen blauer Schatten, in den undurchdringlichen dunklen Abgründen unter dem Schrank und dem Bett (man könnte meinen, sie führten nach Narnia, aber in Wirklichkeit standen dort große Schüsseln und Dreilitergläser mit Winterspeck), in den gestärkten Ruschnyky und im Vorhang, den der Wind anhebt. Und wenn die Sonne hell scheint, gibt es unter dem Stuhl im Schatten keinen Schlagschatten. Da ist eine Spiegelung im frisch gestrichenen Boden, aber nur, wenn man genau hinsieht. Wenn man aber einfach nur atmet, scheint es, als würde der Stuhl levitieren. Und dann ist es wie in einem abfahrenden Zug, wenn man nicht begreift, wer sich gerade in Bewegung gesetzt hat – man selbst oder der Zug: Man sieht den Stuhl, aber wer von beiden nun schwebt, bleibt unklar.
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