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Die Glaskuppel des Reichstags

„Die Glaskuppel des Reichstags“, 2026

Öl auf Leinwand – 50 x 70 cm


Das ist mein Eindruck von einem Besuch des Bundestagsgebäudes in Berlin. Die Glaskuppel ist ein Kunstwerk des zeitgenössischen Architekten Norman Foster.

Die Kuppel erhebt sich über das Reichstagsgebäude und krönt den Plenarsaal der deutschen Regierung. Von dort aus bietet sich ein herrlicher Blick über Berlin, und wenn man nach unten schaut, sieht man den Sitzungssaal selbst. Der Eintritt ist kostenlos und für jeden zugänglich. Sogar die bloße Anwesenheit der Menschen dort wirkt wie eine Performance.

Die Kuppel symbolisiert die Vorherrschaft des Volkes über die Staatsgewalt. Ich kenne kein anderes Werk zu diesem Thema, das dieses Konzept so eloquent widerspiegelt. Aber all diese historischen Fakten fängt man erst an zu studieren, nachdem man dort war. Und warum? Weil es dort einfach großartig ist!

In der Kuppel gibt es zwei Galerien: eine führt nach oben, die andere nach unten. Die Wege sind eben – ohne Stufen – und die Steigung ist sehr sanft. Ich kann nicht sagen, dass ich sie zu Fuß bezwungen habe. Vielmehr fühlte es sich an, als wäre ich emporgeschwebt. Danach stieg ich hinab, um dann noch einmal nach oben zu schweben, weil ich diesen Eindruck unbedingt in mir versiegeln wollte.

Der Aufenthalt in der Kuppel fühlte sich für mich so ähnlich an wie in einem Windkanal. Ich war noch nie in einem, habe es nur gesehen, aber genau das kam mir in den Sinn, als ich versuchte zu formulieren, wie es war. Der einzige Unterschied ist, dass man im Windkanal nicht Herr über sich selbst ist, während man hier fest auf den Beinen steht, Berlin vor sich und die Regierung unter sich hat.

Ich habe diese Gedanken bereits in meinem Telegram-Kanal geteilt, aber jedes Mal, wenn ich dieses Bild in die Hand nehme, möchte ich mich erinnern, dorthin zurückkehren und immer mehr darüber sprechen.

Die Farbe Orange gab es dort nicht. Der Reichstag ist ein Gebäude aus Glas und Beton. Er ist bewundernswert. Pathos ist hier so angebracht wie kaum an einem anderen Ort, doch die Kuppel hebt ihn in eine andere Dimension. Farblich ist dort alles hellgrau, von warm (Muschelkalk) bis kalt (Glas und Metall), und blau (die Sitze im Plenarsaal). Die Etagen unterscheiden sich farblich ein wenig. Es gibt Etagen mit blauen, grünen oder bordeauxroten Türen. Aber das sind nur kleine Akzente, die die Gesamtwahrnehmung kaum beeinflussen. Die Türen sind nach Rangfarben gestrichen: Auf der Regierungsebene sind sie blau, bei den einzelnen Fraktionen grün, bordeauxrot und so weiter.

Die orange Farbe im Bild ist die Farbe meiner Begeisterung. Nach einem ganzen Tag voller Exkursionen... – 3,5 Stunden Fahrt nach Berlin – 20 Minuten vom Bahnhof zum Reichstag – 30 Minuten Anstehen und Sicherheitscheck – 40 Minuten Führung durch das Gebäude ...hätte ich eigentlich müde sein müssen, aber ich erinnere mich nur daran, wie ich die Glaskuppel hinaufschwebte. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, scheint es mir, als gäbe es dort wirklich nur Wirbel, Ströme und ein Gefühl von Sicherheit.


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